Häufig gestellte Fragen

Wird der Kanalbetrieb durch den Einbau von FAST eingeschränkt?
Die Kanalreinigung mittels Hochdruck kann auch weiterhin bedenkenlos durchgeführt werden. Entscheidend ist, dass die Spülungen fachgerecht durchgeführt werden. Es wurden entsprechende Hochdruckspülversuche von einem renommierten deutschen Hochschul-Institut erfolgreich durchgeführt.

 

Findet während der Kanal-Hochdruckspülung eine Beeinträchtigung der Datenübertragung in den Glasfaserkabeln statt?
Die Datenübertragung in den Glasfaserkabeln (LWL, Lichtwellenleiter) findet in Lichtgeschwindigkeit statt. Jegliche möglicherweise auftretenden mechanischen Schwingungen, betragen in der Geschwindigkeit ihrer Amplitudenfrequenz lediglich ein Bruchteil der Datenübertragung in Lichtgeschwindigkeit. Die Datenübertragung wird somit nicht beeinflusst.

 

Wo befinden sich die Leerröhrchen im Fließquerschnitt?
Im Scheitel, i.d.R. zwischen 11 und 13 h.

 

Gibt es durch den Einbau von FAST eine hydraulische Beeinflussung in Kanalquerschnitt?
Ein Kabelleerrohr mit Durchmesser von 11,5 mm hat eine Querschnittsfläche von 1,0 * 10-4 m2 (0,000104); ein Kabelleerrohr mit Durchmesser von 15,5 mm hat 1,9 * 10-4 m2 (0,000189) Querschnittsfläche.
Hinzu kommen die in Abständen angeordneten Briden (Spannringe zur Befestigung der Leerröhrchen) mit einer Materialstärke von 0,5 – 1,0 mm (umlaufend) sowie das hieran befestigte Spannschloss mit einer Querschnittsfläche von 9,0 * 10-4 m2 (0,0009).
In Abhängigkeit der Kanaldimension und der Anzahl der Röhrchen, ergeben sich unterschiedliche Werte mit einem Flächenanteil von ca. 3% des Fließquerschnittes. Aus diesem Grund ist es in den allermeisten Fällen vernachlässigbar. Bei Bedarf werden die entsprechenden Werte exakt nachgewiesen.

 

Werden die Leerröhrchen und die Briden durch die Hochdruckspülung beschädigt?
Sämtliche zum Einsatz kommenden Materialien bestehen aus hochwertigem V4A. Es wurden diverse Hochdruck-Spülversuche von einem renommierten deutschen Hochschul-Institut erfolgreich durchgeführt und dokumentiert. Es wurden keine Beschädigungen der eingesetzten Systemkomponenten festgestellt.

 

Können die Briden (Spannringe zur Befestigung der Leerröhrchen) verrutschen, d.h. im Kanal wandern?
Die Briden werden passgenau für die jeweiligen Kanal-Durchmesser gefertigt und mittels Hydraulik-Roboter schadfrei und fest gegen die Kanalwandung verspannt. Die gesetzten Briden liegen sozusagen close-fit an der Kanalwandung an und können nicht verrutschen, da das im stufenlos fixierbaren Spannschloss sitzende Federpaket ein Nachlassen der Spannung verhindert.

 

Kann es vorkommen, dass eine Bride oder ein Leerrohr über einem Zulauf sitzt?
Im Vorfeld der Installation wird der Zustand im Kanal dokumentiert und ein Bridensetzplan in Abhängigkeit der Ereignisse entwickelt. In diesem Plan werden die Stationen der Briden und den Verlauf der FAST-Leerrohrtrassen festgelegt. So wird eine Überdeckung von Zuläufen ausgeschlossen.

 

Können die Leerröhrchen aus der Befestigung an den Briden herausfallen?
Die Leerröhrchen werden von Clips mit Widerhaken an den Briden gehalten, so dass ein einfaches Herausfallen oder -reißen nicht möglich ist.

 

Wird der Kanal durch den Einsatz der FAST Technologie beschädigt?
In den Durchmessern DN 200 bis DN 700 werden die Leerrohre durch die kreisrunden und gegen die Rohrwandung verspannten Briden (Spannringe) gehalten. Hier finden keine Beschädigungen durch Bohrungen statt.
Ab DN 800 bestehen die Abwasserkanäle i.d.R. aus Beton oder Mauerwerk. Beide Bauweisen haben naturgemäß eine erheblich größere Wandstärke als die anderen Rohrwerkstoffe.
Ab diesen Durchmessern werden zur Befestigung der FAST-Leerrohranlage Teilbriden eingesetzt. Diese werden mit Keilankern 2 cm tief in der Kanalwandung verdübelt.

 

Kann die FAST Technologie schadfrei zurückgebaut werden?
Analog zur Installation, kann die FAST Technologie im nicht begehbaren Bereich durch den Einsatz der FAST-Roboter schadfrei rückgebaut werden. Im begehbaren Bereich ist dies durch händischen Rückbau ebenfalls leicht möglich.

 

Wie verhält sich der Einsatz der FAST-Technologie zur Kanalsanierung?
Grundsätzlich ist es günstig, wenn der für die Verlegung von FAST vorgesehene Kanal schadfrei ist oder bei entsprechendem Bedarf zuvor saniert wird.
Ist ein Kanal nach der Installation von FAST zu sanieren, so gibt es verschiedene Möglichkeiten. Reparatur (z.B. Robotertechnik) und Renovierung (z.B. Schlauchlining) können auch weiterhin grabenlos erfolgen. Die verschiedenen schadens- und technikbezogenen Konzepte, können bei entsprechendem Bedarf vorgelegt werden. Die nachträgliche Inlinersanierung wurde gutachterlich nachgewiesen (IKT).

 

Können nach der Verlegung der FAST Technologie noch weiter Seitenzuläufe installiert werden?
Nach der FAST-Installation wird dem Netzbetreiber eine detaillierte Dokumentation der verlegten Anlagen übergeben. Basierend hierauf ist die Planung und der Einbau von nachträglichen Zuläufen ohne Weiteres möglich.